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„Keine Wirtschaftskrise hat je zu mehr Demokratie geführt. Wir müssen uns vorbereiten, in einem Polizeistaat zu leben.“

Diese Aussage stammt aus dem Gespräch, das Stefano Fontana mit Gianfranco Battisti führte, Professor für Geographie an der Universität Triest und spezialisiert auf Finanzgeographie und Geopolitik.

Stefano Fontana ist Direktor des International Observatory Cardinal Van Thuan for the Social Doctrine of the Church (Kardinal-Van-Thuan-Beobachtungsstelle für die Soziallehre der Kirche) und Chefredakteur der Kirchenzeitung des Erzbistums Triest, das von Erzbischof Giampaolo Crepaldi geleitet wird.

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Fontana: Welches Prinzip der kirchlichen Soziallehre halten Sie derzeit für das nützlichste und aktuellste?

Prof. Battisti: Ich knüpfe an die Fragen zum staatlichen Zentralismus und zur Rolle Europas an, und da ist die Antwort eindeutig: das Subsidiaritätsprinzip. Dies ist der springende Punkt, der die Fehlfunktion unserer Wirtschaft und der EU insgesamt erklärt.

Es ist kein Zufall, daß unter den mittleren und großen Ländern der europäischen Kultur nur diejenigen funktionieren, die nach dem föderalen Modell organisiert sind. Die Kirche sagt es auch: unicuique suum („Jedem das Seine“)
Die mittleren und unteren territorialen Ebenen der öffentlichen Verwaltung ihrer Regierungsfähigkeit zu entziehen, bedeutet, die Türen für das Eindringen privater Subjekte zu öffnen, die sich in die zentralisierten strategischen Knotenpunkte einnisten. Diese sind dadurch frei, die lokalen Ressourcen aufzusaugen und die verschiedenen Gemeinschaften daran zu hindern, eine gute Verwaltung und Wirtschaft aufzubauen und zu unterstützen, die in der internen Antwort auf eine Reihe von primären Bedürfnissen gründen.
Schließlich setzt die kirchliche Soziallehre die Existenz einer Gemeinschaft von Menschen voraus, die durch den Glauben an Jesus Christus vereint sind, der ein Arzt und eine Medizin der Seelen und Körper ist, der Weg, Wahrheit und Leben ist.

Wir aber wollten eine Welt ohne Gott errichten und dafür gibt es weder Zukunft noch ewiges Leben.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi

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