'................
Von Kardinal Joseph Höffner (1906 – 1987)
..............
Wenn ich nicht irre, hat zum letzten Mal der Trierer Bischof Franz Rudolf Bornewasser am 15. März 1947 einen Hirtenbrief über die Vaterlandsliebe geschrieben.
Dort heißt es:
Bischof Bornewasser zur Vaterlandesliebe:
„Es steht dem Menschen nicht frei, ob er sein Vaterland lieben will oder nicht. Vaterlandsliebe ist keine Nützlichkeitserwägung, sondern eine religiöse Pflicht. Vaterlandsliebe ist auch kein bloßes Gefühl, sondern Willenstugend, freie, bewusste Hingabe an das Land der Väter. Vaterlandsliebe bedeutet: sich freuen an der Blüte des Vaterlandes, leiden an seinem Leid und stets beten für sein Wohlergehen.
Vaterlandsliebe bedeutet aber auch tiefen Schmerz über die Flecken, die das Bild, das wir von ihm im Herzen tragen, beschmutzen. Vaterlandsliebe bedeutet ferner Treue. Wer die Treue bricht, ist ein Verräter. Wahre Treue bewährt sich, wenn Leid und Not über das Vaterland kommen.
Wäre es nicht traurig, wenn in Notzeiten einer anfinge zu berechnen, ob er nicht besser leben könne, wenn er sich von seinem Vaterland trenne? Aus rein egoistischen Gründen in der Flucht vor verlangten Opfern das Vaterland zu verlassen, widerstreitet dem Geist des Christentums, welches Treue und Opferbereitschaft höher wertet als materielle Güter.“
...............'
Quelle:
-
CHRISTLICHES FORUM - Christlicher Patriotismus: Kardinal Joseph Höffner über die Liebe zum Vaterland
Siehe dazu dort auch folgende Kommwentare von: