Pater Paulus geht dorthin, wo die Ausgestoßenen sind, wo der katholische Glaube noch fern ist.
Warum Männer die Qualität einer Nation ausmachen, wie es um Ostdeutschland steht,
und warum die Kirche in Deutschland versagt.
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Sie bieten unter anderem Einkehrtage speziell für Männer an. Worin besteht Ihrer Meinung nach die spezifische Krise des christlichen Mannes heute, und was kann man dagegen tun?
Das ist ein komplexes Thema.
Jesus investierte fast die meiste Zeit seines Erdenlebens für Männer, weil sie nach dem Naturgesetz und dem regenerierenden Prinzip die geistliche Autorität und Leitungsfunktion haben.
Wie wir bei den Aposteln sehen, hat das nichts mit Qualität zu tun, sondern einfach mit Berufung.
Dieser Ruf zur Leitung lastet oft schwer auf den Männern, und sie würden das zu gern an Frauen delegieren, aber das funktioniert im Geistlichen sowie im Natürlichen nicht.
Und abseits der Kirche?
Die Lebensqualität einer Nation hängt mit der Qualität der Männer zusammen.
Sie müssen versorgen, beschützen und leiten.
Wenn der Mann diese Aufgabe nicht übernimmt oder aus verschiedenen Gründen nicht übernehmen kann, werden alle leiden.
Der Mann muss seine natürliche Aufgabe zum Zeugen (Geben) im natürlichen und geistlichen Verständnis annehmen und somit das Leben (natürlich wie geistlich) schützen. Der Mann muss lernen, gut zu leiten und Entscheidungen zu treffen,
und die Frau muss lernen, gut und weise zu beraten.
Bei Gott gibt es keine Doppelspitze wie oft in Parteien. Wir sind wie eine Familie.
Wir werden noch weitere Generationen von jungen Leuten verlieren, wenn der Mann nicht seine Vaterschaft übernimmt.
Wenn der Papst, die Bischöfe und die christlichen Männer ihre Aufgaben und ihre Vaterschaft nicht annehmen und gut ausüben, werden die Menschen zum „Vater Staat“ fliehen müssen.
Das wird nicht gutgehen, und am Ende sind wir alle pleite.