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InfoCatolica:
Im Westen hat man ein widersprüchliches Bild von Rußland. Einerseits heißt es, das Land sei durch den Kommunismus stark entchristlicht worden. Andererseits scheint Rußland traditionelle Werte stärker zu verteidigen als viele westeuropäische Länder. Wie sehen Sie das?
Pater Luis Geovanny:
Meiner Meinung nach ist die Realität, daß sich Rußland heute in allen gesellschaftlichen Bereichen nicht für seinen orthodoxen Glauben schämt und bereit ist, ihn zu verteidigen – trotz 75 Jahren atheistischen Kommunismus.
Ich denke zudem, daß der große Schriftsteller Alexander Solschenizyn in seiner Nobelpreisrede in Stockholm recht hatte:
Der atheistische Modernismus des Westens – der Kampf gegen Gott, sein Gesetz und die Natur – ist ein Prozeß der Selbstzerstörung, den Rußland bereits durchlebt hat und nicht wiederholen möchte.
Der Westen wird diesen Weg ebenfalls gehen und muß dann aus den Trümmern neu entstehen, um wieder Gott zu haben, dem man dient, ein Vaterland, das es zu verteidigen gilt, und Ideale, für die es sich zu sterben lohnt.
Aus diesen fernen russischen Landen bitte ich Sie herzlich um Ihr Gebet – für die Früchte unserer Mission, um mehr Berufungen zum Priester- und Ordensleben, und für jeden einzelnen Missionar. Damit wir mehr und mehr das Gesicht, die Hände und die Füße Christi sein können – damit viele Menschen die Liebe Gottes und den Weg zu Ihm erkennen.
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Quelle: