Ach ja, man habe es damals nicht besser gewusst – keine Kunst: Andersdenkende Stimmen wurden gezielt unterdrückt, diffamiert, kriminalisiert. Aber davon darf heute keine Rede sein.
Eine unverhältnismäßige Politik, wie sie damals passiert ist, kann wieder geschehen, wenn wir das Geschehene nicht aufarbeiten.
Mit Menschenwürde, Grundfreiheiten und Grundrechten spielt man nicht.
Der Grund für das Versagen der katholischen Sozialethik liegt in einem Freiheitsverständnis,
das nicht mehr von der Vorrangigkeit des Individuums und einer formalen Auslegung der Grundrechte ausgeht,
sondern Freiheit sozial rückbindet. Frei sein darf, wer sich sozial wohlverhält.
So waren unser Grundgesetz und sein Grundrechtskatalog nicht gemeint gewesen.
Wer Sozialethik auf ein solches Freiheitsverständnis baut, negiert den christlichen Personalismus und betreibt Aktivismus statt wissenschaftlich saubere Reflexion.
PS: Wer Gründe sucht, warum eine unvoreingenommene, faire Aufarbeitung der freiheitsfeindlichen Coronapolitik unerlässlich bleibt, dem sei folgender Band empfohlen: