'..............

von Roberto de Mattei

 ...............

Schließlich sei daran erinnert, daß es in der Geschichte nicht nur politische, sondern auch moralische Fehler gibt. Wie könnte man vergessen, daß Emmanuel Macron die politische Figur ist, die am vergangenen 4. März mit der ihm eigenen Arroganz erklärt hat, er sei stolz darauf, daß Frankreich das erste Land der Welt ist, das die Abtreibung in seiner Verfassung verankert hat, und der sich wünscht, daß der Staatsmord in die Grundrechte der Europäischen Union aufgenommen wird?

Aber das Recht auf Leben, das Teil des Naturrechts ist, ist kein flüchtiger Grundsatz, der von einem Parlament abgeschafft werden kann.

Politiker hingegen sind kurzlebig. Drei Monate nach seinen bombastischen Erklärungen ist Macrons Thron gerade wegen der EU-Wahlen zusammengebrochen.

Die Untergrabung des Naturrechts wird das politische und soziale Gleichgewicht stören, denn die Nationen haben nicht in der Ewigkeit, sondern in der Geschichte den Lohn oder die Strafe für ihre Entscheidungen.

Es ist jedoch beunruhigend, daß unter den 770 Stimmen für die Aufnahme der Abtreibung in die französische Verfassung auch 46 Stimmen des Rassemblement National waren, darunter die von Marine Le Pen und Jordan Bardella.

Der gesunde Hausverstand sagt, einem, daß also nichts Gutes für unsere unmittelbare Zukunft verheißen ist.

............'

Quelle: