Ein österreichisches Start-up arbeitet an einem neuartigen Antrieb, der die Luftfahrt revolutionieren soll. Vor wenigen Wochen steuerte es erstmals ein futuristisches Flugautomodell mit seinen sogenannten Cyclo-Rotoren durch die Luft. Letztlich will das Start-up jedoch keine Flugautos und Luftaxis bauen, sondern zum Triebwerkslieferanten für die Luftfahrtbranche werden.
Von Michael Förtsch
Es ist eine ambitionierte Vision. In Zukunft soll der Verkehr auf den Straßen in Städten weniger werden. Stattdessen sollen Flugautos als schnelle Taxis und Transporter durch die Luft sausen. Das versprechen verschiedene Start-ups seit Jahren. Bislang ist es jedoch meistens bei der Vision, einigen Demonstrationsflügen und Ankündigungen wie „Bald startet der Flugtaxi-Betrieb“ geblieben. Ausgenommen China, wo zumindest einige Passagierdrohnen auf wenigen festgelegten Strecken verkehren dürfen. Das liegt teils an regulatorischen, versicherungsrechtlichen und wirtschaftlichen Hürden. Aber auch daran, dass die Technologie doch etwas herausfordernder ist, als die Firmen ursprünglich dachten.
Insbesondere die beiden in Deutschland gegründeten Start-ups Lilium und Volocopter sorgten mit ihren selbstbewussten Ankündigungen und anschließenden Pleiten für Schlagzeilen.
Ein österreichisches Unternehmen plant daher eine ganz andere Herangehensweise.