Argentinien wählt heute einen neuen Präsidenten - aus diesem Anlass habe ich ein Video gemacht über meine Erfahrung während des Staatsbankrotts 2001 in Argentinien.
Ich war jung und naiv und wollte das schöne Leben dort genießen, doch es kam alles anders. Von heute auf morgen konnte ich erleben, wie eine Nation pleite geht.
Zwischen dem unbeschwerten lateinamerikanischen Leben und dem Chaos und Anarchie lagen nur wenige Stunden, die Banken waren auf einmal zu, die Geschäfte wurden geplündert und der argentinische Peso verlor seinen Wert.
Es war ein Paukenschlag, als das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) am vergangenen Mittwoch den Nachtragshaushalt 2021 der Bundesregierung für verfassungswidrig erklärte. Dem Bund fehlen nun 60 Milliarden Euro, die eigentlich für den Klimaschutz vorgesehen waren. Wirtschaftsexperte und Bestsellerautor Marc Friedrich sieht durch das Karlsruher Urteil eine höhere Steuer- und Abgabenlast auf Bürgerinnen und Bürger zukommen. Schließlich habe sich die Zinslast des Bundes seit 2021 verzehnfacht und mache bereits gut acht Prozent des Gesamthaushalts aus. Laut Friedrich habe es der Bund in der vorangegangenen Niedrigzinsphase verschlafen, langfristige Kredite zu günstigen Konditionen aufzunehmen. Als Beispiel führt er Österreich an, das im Jahr 2017 und 2020 zwei 100-jährige Anleihen begeben hatte. Warum Marc Friedrich für die deutsche Wirtschaft im Moment äußerst pessimistisch eingestellt ist und wie sein Ausblick auf Konjunktur, Zinsen, Inflation und den Aktienmarkt 2024 lautet – das und noch mehr erfahrt ihr im Interview.