Andreas Rödder ist Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Der Historiker gründete 2021 die liberal-konservative „Denkfabrik Republik 21“, die er bis heute leitet.
„Also ich sehe immer wieder bis hin nach Argentinien heute, dass politische Reformen auch aus aussichtslosen Situationen heraus möglich sind“, sagt der Historiker im Gespräch mit Ralf Schuler. Weiter sagt Rödder: „Wir erleben aber, dass in der zentristischen Situation, wo sich die bisher regierenden Kräfte an das Bisherige klammern und nicht den Mut haben, out of the box zu denken, sondern mit einem ‚Weiter-so-Mindset‘ unterwegs sind, dass sie dabei sind, die notwendigen Handlungen zu versäumen.“
Das träfe auf die derzeitige Koalition aus CDU/CSU und SPD zu. Es habe zwar einen Regierungswechsel, aber keine Politikwechsel gegeben. Was er von der Brandmauer hält, warum es keine Bestandsgarantie für die EU gibt und in welchem Punkt Friedrich Merz recht gehabt hat, erklärt Andreas Rödder im Interview bei „Schuler! Fragen, was ist“.