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Gastbeitrag von Dr. Udo Hildenbrand

Auf einige oft gehörte und gelesene Behauptungen zu Islam-Themen besonders aus dem Mund von Muslimen sind hier kurze Rückfragen und Hinweise formuliert, die keinen Anspruch auf umfassende Beantwortung erheben.

 

WENN SIE SAGEN …

1.) … alle Terroristen, die sich auf den Islam berufen, auch der mörderische „Islamische Staat“, haben nichts mit dem Islam zu tun,

dann verweis´ auf das Leben und die Botschaft des angeblich „tiefgläubigen“ Gründers dieser islamischen Terror-Organisation Dr. Abu Bakr al Baghdadi. Frag sie, ob sie selbst einen anderen Koran als diese Terroristen haben.

2.) … in der Bibel stehen wie im Koran gleiche oder ähnliche, heute noch geltende Kampf- und Tötungsaufrufe,

dann lass Dir einen einzigen Bibeltext zeigen, der heute Gewalt legitimiert. Lass Dir nachweisen, wo Juden oder Christen in unserer Zeit entsprechend menschenverachtend handeln. Vor allem: Sie sollen Dir im Neuen Testament nur einen einzigen gewaltlegitimierenden Text nachweisen.

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 9.)… die muslimische Welt hält sich strikt an die Menschenrechte, 

dann bestätige zunächst diese Behauptung,  füg´ jedoch hinzu: „Streut bitte den Leuten doch keinen Sand in die Augen.“ –  Bekanntlich gibt es zwei Menschenrechtserklärungen: Jene der 56 islamischen Staaten aus dem Jahr 1990 unterscheidet sich durch ihren Scharia-Vorbehalt grundlegend von der UN-Menschenrechtscharta von 1948.

Zwei Menschenrechtsdeklarationen, die trotz vielfach gleichlautender Begriffe inhaltlich nicht gegensätzlicher sein könnten.

10.)…die Islamverbände verurteilen die Mordanschläge in Paris, Nizza, London Berlin, Barcelona u.s.w. und jeglichen Terrorismus,

dann frag sie, ob sie die Korantexte, die Gewalt auch gegen die angeblich Ungläubigen legitimieren, bereits für ungültig erklärt haben, ob sie ihre Imame beauftragt haben, im Geiste der UN-Menschenrechtsdeklaration von 1948 oder im Geiste der islamischen Kairoer Menschenrechtserklärung von 1990 zu predigen.

11.)…der Islam ist demokratie-kompatibel,

dann sollen sie die demokratisch verfassten Staaten in islamisch dominierten Ländern aufzählen, in denen es freie Wahlen und Gewaltenteilung gibt. Sie sollen auch sagen, wie sie die Spannung zwischen den UN-Menschenrechten von 1948 und den Kairoer Menschenrechten von 1990 beseitigen, und ebenso wie sie die Unvereinbarkeiten zwischen den Rechtsordnungen der freiheitlich-demokratischen Staaten und den islamischen Staaten mit einer Scharia-Gesetzgebung lösen wollen.

12.)… der Islam gehört zu Deutschland, hat Europa mitgeprägt, 

dann mögen sie Dir sagen, welche konkreten Anregungen und Werte, welche geistig-kulturell prägenden Leistungen der Islam für das Werden des freiheitlich-demokratischen Europas in der Vergangenheit eingebracht hat und heute einbringt.

 

 

Der Autor Dr. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch “Wortmeldungen zum Islam; es ist für € 11.80 portofrei über seine Adresse erhältlich: Dr. Udo Hildenbrand, Josef-Bäder-Weg 4 in 77815 Bühl.

Kontakt zum Autor können sie hier aufnehmen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Er erschien zuerst bei CHRISTLICHES FORUM

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Quelle:

Siehe dazu auch:

Dieses Begleitbuch zur umfangreichen Veröffentlichung Freiheit und Islam. Fakten, Fragen, Forderungen (2016) beinhaltet im Hauptteil 316 Zitate, die zur schnellen Orientierung 46 wichtigen Begriffen der Islam-Thematik zugeordnet und meist verschiedenen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln entnommen sind. Die 168 Autoren dieses kleinen Islam-Zitaten-Lexikons, darunter auch Islam-Dissidenten und kritische (Ex-)Muslime, haben recht unterschiedliche Berufe, Meinungen und Einstellungen. In Teil II dieses Buches findet sich eine Reihe themengebundener persönlicher Notizen des Herausgebers in unterschiedlicher Darstellungsform. So z. B. kurz gefasste Antworten auf oft gehörte Fragen, ebenso auf landläufig und stereotyp geäußerte Behauptungen und Thesen zum Islam sowie auch informative Stellungnahmen zu dieser Thematik. Die Wortmeldungen zum Islam wollen auf einfache Weise über die Islam-Thematik informieren und praktische Anregungen geben zur kritischen Reflexion und Argumentation, für Gesprächs- und Diskussionsrunden, für Vorträge und schriftliche Darlegungen, zur noch intensiveren Beschäftigung mit Fragen zum Islam, Das Begleitbuch will auch Impulse geben zur vertiefenden Lektüre der 11 Beiträge in der Buchveröffentlichung Freiheit und Islam mit ihren detaillierten Ausführungen zu theologischen, historischen und juristischen Problemfragen der Islam-Thematik.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Udo Hildenbrand, Dr. theol., Spiritual in einem Frauenkloster.

Zuvor langjähriger Gemeindepfarrer, auch Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Universität Freiburg im Breisgau, Referent für Priesterfortbildung, Diözesanpräses des Allgemeinen Cäcilienverbandes der Erzdiözese Freiburg, Generalpräses des deutschsprachigen Cäcilienverbandes.

Dozent im Fach Liturgik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg und an anderen Ausbildungsstätten. Autor einiger Bücher und Zeitschriftenartikel mit Schwerpunkt Liturgie und Kirchenmusik.

Seit etwa 20 Jahren intensive Beschäftigung mit der Islam-Problematik, verbunden mit einer Reihe themenbezogener Vorträge.

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