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Immer wieder höre ich das Argument, die Asylpolitik der BRD sei doch christlich und deshalb müsste man ihr als christlichen Werten verpflichteter Mensch zustimmen. Ich antwortet dann meist: Dass die Bundesrepublik Deutschland kein „christlicher Staat“ sei, schließlich herrsche seit 100 Jahren die Trennung von Staat und Kirche, und dass von daher schon der Anspruch falsch sei, staatliches Handeln habe „christlich“ zu sein. Vielmehr sei es Aufgabe des Staates, allen seinen Bürgern eine möglichst friedliche und gedeihliche Existenz zu ermöglichen und zu diesem Zweck ein gerechtes Regiment zu führen, in antiker Definition: dafür zu sorgen, das „jeder das seine“ bekommt. Der Staat dürfe nicht willkürlich einzelne Bürger benachteiligen, aber auch nicht begünstigen, er dürfe überhaupt nicht willkürlich handeln – denn dann verhielte er sich wie ein absolutistischer Herrscher -, sondern strikt nach dem Gesetz, das für alle gleich ist.

Darüber hinaus könne er im Rahmen seiner Möglichkeiten dann auch eine humanitäre (Selbst-)Verpflichtung gegenüber Nicht-Bürgern eingehen. Eine Etikettierung dieses humanitären Handelns als „christlich“ führe aber in die Irre. Weil diese Sichtweise oft ungläubiges Erstaunen hervorruft, will ich sie mit den folgenden Ausführungen etwas näher erläutern.

Denn welches Verhalten ist nun eigentlich christlich ?

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Quelle:

 

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