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Die Macher des Synodalen Wegs haben von vornherein festgelegt, dass sie sich nicht an die kirchlich-synodalen Regeln halten wollen, sondern eine eigenmächtige „Synode sui generis“ abhalten wollen. Den Antrag einer Bischofsgruppe, sich bei den Beratungen und Beschlüssen an die lehramtlichen Grundsätze des biblisch-kirchlichen Glaubens zu halten, haben die Synodalen mit großer Mehrheit abgelehnt. Eine Laiengruppe fordert, man solle weniger beten und mehr debattieren.

In diesem Horizont diskutieren Teilnehmer die vorgelegten Textthesen wie ein weltlicher Interessenverband oder parlamentarischer Debattierclub:

  • Die Frankfurter Synodaltagung fühlt sich weder gebunden an die biblisch-apostolische und kirchlich-dogmatische Basis noch an den sensus ecclesiae, also den Einklang mit der Gesamtkirche.

  • Auch von einer Hinführung zum Evangelium (Evangelisierung) ist in den Texten des Synodalen Wegs nur als dekorativer Nachschlag zu den Strukturreformen die Rede.

  • Stattdessen maßt sich die mehrheitliche Laienversammlung an, über bischöfliche und priesterliche Leitungsfragen zu entscheiden und abzustimmen und sogar über weltkirchliche Lehramtsfragen – etwa bei der grundstürzenden Neukonzeption der kirchlichen Sexualmoral.

Früher hat man eine Synode, die außerhalb der kirchlichen Regeln, der kirchenrechtlichen Regularien und des sensus ecclesiae operierte, ein irreguläres „Räuberkonzil“ genannt, heute heißt sie Synodaler Weg als „Prozess sui generis“ (Kardinal Marx).

Steht am Ende des Prozess-Durchlaufs der Synodalen Weggenossen eine (deutsche) ‚Kirche eigener Art‘?

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