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Die öffentlichen Haushalte verschulden sich dramatisch – auf nationaler und internationaler Ebene. Und das nicht erst seit Corona. Was sind die Folgen der expansiver Geldpolitik?

Dr. Patrick Adenauer, Unternehmer und Enkel Konrad Adenauers,
sowie Professor Dr. Arnold Weissman sind in Sorge:

Der kurzfristige Konjunktureffekt sei "nur die Ruhe vor dem Sturm".

"Die Ruhe wird später in einen Sturm münden"

"Inflation ist fast unausweichlich, weil die Geldmenge viel viel stärker wächst als die Ausweitung der Produktionskapazitäten", so Patrick Adenauer. Schon seit langem seien Assets wie Immobilien und Sachanlagen inflationär bewertet. "Das bevorzugt jene, die Zugang zu Bankschulden hat wie für Immobilien- oder Firmenkäufe. Diese werden durch billige Zinsen eingeladen, Schulden zu machen. Auf der anderen Seite werden die Vermögen derjenigen geschmälert, die einen solchen Zugang nicht haben: Menschen mit Lebensversicherungen, Pensionsansprüchen, Renten." Das birge ein politisches Risiko, das uns "auf die Füße fallen werde", mahnt Adenauer. "Die Gesellschaft wird weiter auseinanderdriften".

Die Verantwortung hierfür läge bei der Politik, nicht der Marktwirtschaft. "Wir haben einen politischen Zins." Man kaufe sich Ruhe durch niedrige Zinsen, doch: "die Ruhe wird in einen Sturm münden".

"Wir spielen mit der Zukunft unserer Kinder"

Auch Professor Weissman hat Sorgen: "Man flutet die Märkte mit Geldsummen, die kaum mehr vorstellbar sind." Wir hätten jeglichen Maß verloren. Das würde zwar kurzfristig seine Wirkung haben. "Aber wir spielen mit der Zukunft unserer Kinder."

Die Unternehmen müssten sich auf inflationäre Risiken einstellen, so Weissman. Denn neben der extremen Verschuldung kämen aktuell noch die Wieder-Anhebung der Mehrwertsteuer und die CO2-Abgabe hinzu. Dr. Adenauer stimmt zu: "Wir werden an allen Ecken und Enden sehen, dass die Preise steigen. Dadurch wird das verfügbare Einkommen für den Nomalbürger knapper. Wir kommen in die klassische Spirale hinein, an deren Ende wir in die Rezession stürzen."

Dr. Patrick Adenauer zeigt sich zudem enttäuscht, wie die Politik auf die Kriterien reagiert hätte, die das Bundesverfassungsklage aufgrund seiner Klage zu den EZB-Anlagekäufen (PSPP) festgestellt hätte, die er zusammen mit Heinrich Weiss und Jürgen Hereaus angestrengt hatte. "Das wurde in einer Nacht- und Nebelaktion vom Bundestag geprüft und ist von der Tagesordnung verschwunden".

Zukunftweisendes Denken gefordert

Adenauer verweist darauf, dass die immer stärker steigenden Aktienbewertungen in den USA und China eine zusätzliche Bedrohung im Wettbewerb mit der heimischen Wirtschaft darstelle. Arnold Weissman mahnt eine "Agenda 2030" für Deutschland an. Hoffnung auf politischen Impulse sehen beide allerdings nicht: "Wenn man es von der Politik schon nicht erwarten, sollte jedes Unternehmen für sich eine Agenda 2030 aufstellen". 

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