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Wie sich die Amtskirche mit dem geistigen und materiellen Bildersturm der Welt prostituiert und die Welt sich der Kirchen bemächtigt.

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. med. Eberhard Gross, Hamburg.

Text: Prof. Dr. med. Eberhard Gross, Hamburg

Niemand täusche euch auf irgendeine Weise.

Denn zuerst muss die Apostasie kommen und offenbar werden der Mensch der Anomie, der Sohn der Zerstörung, der sich widersetzt und über alles erhebt, was Gott genannt wird oder Gegenstand der Verehrung ist, bis er sich als Gott ausgebend, im Tempel Gottes sitzt (2 Thess 2, 3 – 4).

  • Sind die Kirchen eigentlich noch Stätten des Gebets und der Anbetung?

  • Gibt es noch die Atmosphäre der Andacht, die heilige Stille, den leisen Schauer, das Ergriffensein von  der Gegenwart Christi, dessen Zeichen sich der Gläubige mit der Geste der Verehrung nähert?

  • Gibt es überhaupt noch den Raum des Sakralen?

Dem Besucher einer beliebigen „amtskirchlichen Kirche“ wird solches kaum widerfahren.

Er wird sicher auch nur selten eine Geste der Verehrung wie eine Kniebeuge sehen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob er in eine „moderne“ Kirche geht, eine im Bauhaustil gebaute Nachkriegskirche wie St. Bernhard im Hamburger Norden, oder in eine ältere, wie den am Ende des 19. Jahrhunderts im neuromanischen Stil errichteten Hamburger Mariendom.

...... mit folgenden (Unter-) Abschnitten ..........

  • Zerstörung der sakralen Architektur …

  • … als sichtbare Verneinung der Realpräsenz

  • Mahltisch statt Altarstein

  • Das Mysterium der Öffentlichkeit preiszugeben führt zu … …

  • Banalisierungen und Anbiederung ans Gewöhnliche

  • Kirchen als Konzertsäle

Die Kirchenmusik hat sich weitgehend ihrer eigenen Wurzeln entledigt.

Dass sie genuin ein Bestandteil eines religiösen Kultes ist, wird allgemein nicht mehr wahrgenommen. Denn sie wird vielfach als säkulare Musik, von ihrer religiösen Substanz abgelöst, dargeboten. Dieser Prozess ist an sich nicht ungewöhnlich, da die Musik ihren Eigenwert auch ohne religiösen Unterbau behält. So findet diese religiös neutralisierte Musik gerade in einer religiös unmusikalischen Gesellschaft ihre Zuhörerschaft, da sie sich ohne das „religiöse Störpotential“ präsentiert. Nur kommt die Aufführungspraxis nicht ganz ohne christliches Substrat aus. Sie kann vielfach nicht auf die Kirchen als die eigentlich originären Aufführungsorte mit ihren mitunter hochwertigen Orgeln und einer abgestimmten Akustik verzichten.

Die Kirchen fungieren hier – da steht die katholische der protestantischen in nichts nach – als Träger einer gehobenen Musikkultur und stellen ihre Kirchen als Konzertsäle zur Verfügung, so auch den Hamburger Mariendom. Eintrittsgeld, Applaus und Unterhaltung der Konzertbesucher sind untrügliche Zeichen, dass die Kirche vom Konzertbesucher nicht mehr als Sakralraum wahrgenommen wird.

Dass im Dom auch Konzerte stattfinden aus Anlass eines Geburtstages des Domorganisten oder mittlerweile Musik aufgeführt wird ohne jeden religiösen Bezug wie in St. Bernhard mit der Ankündigung „Sommerserenade“, zeigt darüber hinaus, dass auch hier die Zerstörung des Sakralraumes von der katholischen Kirche selbst eifrig betrieben wird.

Offenkundig sind derzeit schon manche Dämme gebrochen wie eine Aufführung eines Balletttanzes im Osnabrücker Dom mit dem Titel „Tanzen ist Beten“ belegt.

Ein Bericht über die Schlussphase der Aufführung spricht für sich:

„[…] tanzten sie neo-klassisches Ballett zum Psalm 30 und zur Serenade von Tschaikowsky. Das Reiben der Ballettschuhe auf dem Steinboden war in leisen Musikpassagen durch die Stille des andächtigen Publikums zu hören. Spätestens als das Bonner Tanzensemble seine Choreografie zu poppigen Klängen präsentierte und danach der Segen für Musiker und Tänzer ausgesprochen wurde, war das Bild vom starren Beten durchbrochen((Bericht in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 10.11.2011)).“

  • Kirchliche Verschränkung mit säkularen Sinnstiftungen

  • Das Lehramt bleibt vage, klar dagegen sind die politischen Weisungen

  • Die politische Klasse führt Regie in der Kirche – die Bischöfe spielen mit

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Quelle:

 

 

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