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Unter Geld verstehen die meisten Menschen die Metall- und Papierstücke, die von dem Land, in dem sie leben, ausgegeben werden. Für Europäer ist es das bunte Zeug, das von der Europäischen Union und nicht von der Regierung ihres Landes ausgegeben wird. Trotzdem denkt niemand viel über Geld nach, abgesehen davon, was es für einen selbst tun kann. Es geht um die coolen Sachen, die man kaufen kann, wie viel man verdient und wie viel man für die Dinge ausgeben muss, die man zum Leben braucht.

Der Westen leidet derzeit unter der Inflation, so dass die Menschen bemerken, dass sie mit ihrem Geld weniger kaufen können als in der jüngsten Vergangenheit. In den meisten westlichen Ländern sind die Kraftstoffpreise um 50 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Lebensmittelpreise haben sich zum Teil verdoppelt, und die Preissteigerungen haben gerade erst begonnen, sich bemerkbar zu machen. Großbritannien warnt, dass es vor dem größten Rückgang des Lebensstandards steht, der jemals verzeichnet wurde.

Eine derartige Inflation hat es im Westen seit über vierzig Jahren nicht mehr gegeben. Dies setzt voraus, dass die offiziellen Zahlen korrekt sind, was unwahrscheinlich ist. In den Vereinigten Staaten beträgt die offizielle Inflationsrate 7 Prozent, aber das ist die neue Mathematik. Würden wir die gleichen Berechnungen wie in den 1970er Jahren verwenden, wäre die tatsächliche Zahl fast doppelt so hoch. Dazu kommt noch das Phänomen der schrumpfenden Container, die so genannte Schrumpfungsinflation. Nicht nur die Preise steigen, sondern auch die Behälter werden kleiner.

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Aus diesem Grund ist die derzeitige Inflation weder vorübergehend noch beherrschbar. Das westliche Wirtschaftssystem beruht darauf, dass der Dollar und damit auch der Euro als Reservewährung der Welt fungieren. Die massiven Schuldenlasten der westlichen Nationen gehen davon aus, dass sie Geld aus dem Nichts erschaffen können, keine Inflation erzeugen und die Zinssätze für Staatsanleihen auf nahezu Null setzen können.

In der Praxis bedeutet dies, dass der Westen sehr viel ärmer werden wird, und zwar auf höchst unorganisierte Weise. Nicht nur wird der Lebensstandard aufgrund der Inflation sinken, sondern auch die Staatsausgaben werden radikal gekürzt werden müssen. Die großen Wohlfahrtsstaaten und der amerikanische Militärapparat waren nur möglich, weil die Kosten für diese Dinge von der Welt subventioniert wurden. Die Welt ist nicht mehr bereit, das zu tun.

Die Menschen im Westen werden bald lernen, dass diese Metall- und Papierstücke, die wir für Geld halten, mehr sind als nur ein Mittel, um Dinge zu kaufen.

Sie sind ein Wertaufbewahrungsmittel, und dieser Wert ist die kulturelle Stärke der Gesellschaft, die sie ausgibt.

Der Westen befindet sich schon seit langem im Niedergang, der jedoch durch finanzielle Taschenspielertricks überdeckt wurde.

Die Ära des freien Geldes verdeckte die große kulturelle Ausplünderung des Westens.

Diese Ära ist nun vorbei, und die Menschen im Westen werden bald den Preis dafür zahlen müssen.

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